F&A

Fragen & Antworten

Fragen und Antworten zum Gesamtsystem

Warum entlädt der Speicher nicht auf 0% sondern bleibt wischen 20%-30% stehen?

Die Zellen Ihres Batteriespeichers halten deutlich länger, wenn diese nur auf einen unteren Wert von ca. 20% entladen werden - das nennt man den DoD (depth of discharge) on 80%.

Dadurch werden aber nicht nur die Zellen geschont, sondern in einer Ausnahmesituation in der der Speicher schon fast leer ist, aber plötzlich der Strom ausfällt, hat man noch eine kleine Reserve, um das System herunter zu fahren.

Warum 'springt' der Ladezustand (state of charge: SOC) Wert plötzlich auf 100% bzw. 5%?

In unserer Steuerung sind Sicherheitsgrenzen programmiert, die ein Überladen bzw. Tiefentladen der Zellen verhindern sollen. Diese Sicherheitsgrenzen werden von der Spannung der einzelnen Batteriezellen in Ihrem Speicher gesteuert. Da die Zellspannungen am Anfang und am Ende der Ladekurve von Lithium-Eisen-Phosphat Zellen stark ansteigen und ein Über- oder Unterschreiten der Grenzwerte die Zellen schädigen können, müssen wir die Leistung der Wechselrichter so begrenzen, dass es zu keiner Überschreitung kommt. Daher nutzen wir nur den Spannungsbereich zwischen 2,9V (5% Ladezustand) und 3,45V (100% Ladezustand). Lädt man die Zellen höher bzw. entlädt man niedriger gewinnt man keine Energie mehr aber erhöht das Risiko eines Schadens. Damit die angeschlossenen Wechselrichter das Laden bzw. Entladen einstellen wird der SOC Wert auf 5 bzw. 100% gesetzt sobald eine Zelle der Batterie diese Spannung unter- oder überschreitet. Dabei kann es dazu kommen, dass der SOC Wert auch 'springt', da die anderen Zellen noch nicht so weit sind. Auch dann arbeitet der Balancer noch weiter und leicht alle Zellen auf das gleiche Niveau aus! Das schützt die Zellen und verlängert die Lebensdauer Ihrer Batterie!

Warum weichen die an meinem Hauptstromzähler gemessenen Werte für Bezug (180) und Einspeisung (280) von den Werten des Portals ab?

Ihr geeichter Einspeise (280) und Bezugszähler (180) in Ihrem Hauptanschlusskasten (HAK) liefert die Werte, die Ihr Netzbetreiber abrechnet. Es handelt sich dabei um eine geeichte Messeinrichtung, die diese Werte in Echtzeit ermittelt. Die in dem Portal angezeigten Werte kommen entweder von den Messeinrichtungen in den Wechselrichtern oder extern angeschlossenen Energiezählern (Energymeter). Diese sind in der Regel nicht geeicht und liefern, um das Datenvolumen zu reduzieren, auch nur ermittelte Mittelwerte über einen gewissen Zeitraum. Hinzu kommt, wenn die interne Netzwerkverbindung zwischen den Energymetern und den Wechselrichtern bzw. den Wechselrichtern und dem Internet nicht sehr stabil und performant ist, dass einzelne Messwerte verloren gehen können und dies auch zu größeren Abweichungen führt.

Was muss ich machen, wenn der blaue Knopf an meinem Speicher blinkt und der Speicher einen Warnton abgibt?

Sollte es zu einem Abschalten des Speichers kommen, so versuchen Sie bitte zunächst Kontakt mit uns aufzunehmen, bevor Sie weitere Schritte einleiten: +49 9805 933 43 50 oder in Notfällen: +49 175 113 10 97.

Folgende Ursachen führen zu solch einem Verhalten des Speichers:

  • Die maximale Ladespannung für eine Zelle wurde überschritten
  • Die minimale Entladespannung für eine Zelle wurde unterschritten
  • Das BMS hat einen Hardwarefehler erkannt
  • Die Temperatur eines Zellblockes ist über 50°C
  • Es wurde über einen gewissen Zeitraum zu viel Strom gezogen
  • Die Daten bei einem Firmwareupdate wurden nicht korrekt übertragen.

 

Wie kann ich das gesamt System aus- und dann wieder einschalten?

Bevor Sie einen solchen Schritt durchführen sollten Sie immer zuerst uns kontaktieren: +49 9805 933 43 50 oder in dringenden Fällen: +49 175 113 10 97.

Zum Ausschalten des Systems müssen zunächst alle Eingänge getrennt werden von denen Leistung in das System kommen kann. Daher sind die PV-Wechselrichter auszuschalten bzw. die Trennschalter der PV-Leitungen auszuschalten.

Anschließend werden die Wechselrichter ausgeschaltet. Die Reihenfolge hierbei ist Phase 1 (Master), Phasen 2 und 3 (Slaves). Anschließend wird die Batterie durch drücken des Knopfes mit dem blauen Licht getrennt.

Damit ist das gesamte System außer Betrieb genommen und spätestens nach ein paar Sekunden ist alles dunkel.

Um das System wieder hoch zu fahren macht man das Gleiche in umgekehrter Reihenfolge.

Einschalten der Batterie (Knopf oben in der Mitte des Edelstahlterminals). Dieser blinkt ein paar Sekunden um einen Selbsttest durchzuführen und dann schaltet das Sicherheitsrelais mit einem laut hörbaren Klacken zu.

Anschließend schaltet man die Wechselrichter in der Reihenfolge Phase 1 (Master), Phase 2 und 3 (Slaves) zu.
Auch hier hört man nach kurzer Zeit das Klackern von Relais.

Wenn die Wechselrichter verbunden sind, kann die PV-Anlage mit deren Wechselrichtern ebenfalls zugeschaltet werden.

Fragen und Antworten zu unserem BMS Joulie-16

WAS IST Joulie-16?

Joulie-16 ist das komplette Batterie-Management-System mit Active Balance.

ÜBER WELCHE ANSCHLÜSSE VERFÜGT JOULIE-16?

von lnks: Stromsensor, Ethernet, USB, CAN, optional Disable Charge/Discharge, Temperatursensoren, Relais, Balancereingänge, Schalter/LED (ggf. remote). Siehe Dokumentation. Die Eingänge sind z.T. als Klemmen (Phoenix) für hohe Flexibilität ausgeführt. Die Balancer-Eingänge und -Kabel sind Automotive zertifizierte Kabel der Firma ERNI.

IST DAS CAN-INTERFACE ERFORDERLICH?

Nein, jeder Wechselrichter kann mit dem BMS arbeiten. Zusätzliche, galvanisch getrennte Ausgänge (Disable Charge/Discharge) ermöglichen ggf. die Steuerung von Wechselrichtern ohne Interface.

WELCHER TYP STROMSENSOR WIRD EMPFOHLEN?
Wir verwenden LEMM HASS 100 Stromsensoren. Jeder gleichwerte Typ sollte funktionieren. Beachten Sie, dass beide Signale + und - benötigt werden.
WELCHER TYP RELAIS WIRD EMPFOHLEN/IST NOTWENDIG?
Das Relais wird von einem Impuls > 50 ms, < 100 ms für bi-stabile Relais angesteuert. Wir empfehlen Relais der Firma LAYHER AG Typ 400.
WIE ERFOLGT DIE TEMPERATURMESSUNG?
Das BMS ist in der Lage, 16 Temperaturen basierend auf NTC 10, 3940 zu messen. Es verfügt über 4 RJ45-Stecker für jeweils 4 externe Temperatursensoren. Sie können CellCon NTC-Boards an den Zellenanschlüssen verwenden oder Temperaturfühler irgendwo in der Batterie platzieren. Das BMS arbeitet auch ohne Temperatursensoren.
KANN ICH WENIGER ALS 16 ZELLEN ANSCHLIESSEN, BZW. KÖNNEN MEHRERE BMS FÜR MEHR ALS 16 ZELLEN KASKADIERT WERDEN?
Nein. Nur mit dem Joulie-4c ist dies möglich. Joulie-16 ist ausschließlich für 16S / 48V einzusetzen.
WIE KANN EIN PARAMETER-UPDATE ERFOLGEN?
Verwenden Sie ein Terminal-Programm wie z.B. TeraTerm und die BMS Shell, um Parameter zu ändern.
WIE KANN ICH ZUGRIFF AUF DIE GESPEICHERTEN BMS-DATEN BEKOMMEN?
Bitte kontaktieren Sie uns, Sie benötigen Zugangsdaten.
WIE KANN ICH MEHRERE Joulie-16 ZU CLUSTER-SYSTEMEN ZUSAMMENSCHALTEN?
Bitte fragen Sie uns - Stichwort UMC Controller, siehe weiter unten.
KANN ICH MEHRERE JOULIE-16 PARALLEL BENUTZEN?
Sofern ein CAN-Protokoll zum Wechselrichter notwendig ist, nein, da alle CAN-Objekte ja gleich sind. Um größere Systeme mit parallel geschalteten Speicherblöcken aufzubauen, nutzen Sie bitte den UMC Controller (siehe unten), der die Kommunikation mit den Joulie-16 und den Wechselrichtern übernimmt und das Gesamtsystem batterieseitig steuert.
WIE HOCH IST DIE LEISTUNGSAUFNAHME IM AUSGESCHALTETEN ZUSTAND?

Bei ausgeschaltetem BMS ist das Board stromlos. Nur die Balancerkabel sind direkt mit den entsprechenden IC's verbunden und verbrauchen ca. 50 mW. Im aktiven Betrieb ohne Balancing-Aktivitäten beträgt die Leistungsaufnahme ca. 1,8W.

Fragen und Antworten zum FernFlex Controller

WAS IST DER FernFlex CONTROLLER?
Der FernFlex Controller ist eine von der Firma Ferntech entwickelte Baugruppe, die mittels einem Linux-Rechner (Phytec) einerseits die Kommunikation zu den Joulie-16 in einem Cluster, andererseits die CAN-Kommunikation zu den Wechselrichtern übernimmt. Darüberhinaus überwacht und steuert es die einzelnen Joulie-16. Der FernFlex Controller verfügt über eine Verbindung zu einem Switch, über den sich bis zu 15 Joulie-16 (bzw. LiRack-Batterieblöcke) anschließen lassen. Über eine Webportal können alle Daten der angeschlossenen Wechselrichter und Speicher sowohl angezeigt und ausgewertet als auch zu einem großen Teil über Fernwartung eingestellt werden.

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